Schnittmuster – täglich grüßt das Murmeltier

Die Ereignisse unserer Kindheit gehen nicht vorüber,sondern wiederholen sich wie die Jahreszeiten.

(Eleanor Farjeon 1881-1965)

Im Gegensatz zur Tierwelt ist es uns in der Menschenwelt möglich, spontan zu handeln und eingefahrene Verhaltensweisen zu durchbrechen, indem wir völlig Neues tun. Es sind die sogenannten kognitiven Fähigkeiten, die uns Menschen dafür als Grundlage dienen. Wir können uns jederzeit entscheiden, egal in welchem Zusammenhang, Dinge anders zu machen, als bisher. Wie alles im Leben fängt diese Entscheidungsfreiheit bei den kleinen Dingen im Alltag an und wird dann erst nach und nach die vermeintlich größeren beeinflussen.

Die kognitiven Fähigkeiten und die daraus resultierende Entscheidungsfreiheit, ist oftmals durch eine, uns angeborene Trägheit eingeschränkt. Dieser innere Widerstand gegenüber Veränderungen des Verhaltensmusters liegt in unserer tiefsten Ur-Struktur begründet, die darauf ausgerichtet ist, sich der Umwelt anzupassen, um dadurch das Überleben zu sichern.

Wird man sich dieser Zusammenhänge bewusst, kann man auch bewusst handeln und eine Verbesserung der Lebensumstände herbeiführen, exakt an der Stelle, wo der momentane IST-Zustand nicht mehr stimmig ist. Und auch das ist das Besondere an uns Menschen, wir kommen meistens erst ins Handeln und wollen Veränderungen herbeiführen, wenn der Leidensdruck hoch genug und nicht mehr akzeptabel erscheint.

Die Komfortzone

Dieser Veränderungswunsch will dann in die Tat umgesetzt werden, um das Alltagsleben wieder erträglicher zu machen. Gleichzeitig werden wir dadurch, ganz nebenbei, auf eine höhere Erkenntnisstufe befördert, weil die alte Komfortzone verlassen wurde und das neue Erfahrungen mit sich bringt. Auch in unserer Ur-Struktur ist mehr oder weniger genetisch bereits ein „Zwangsveränderungscode“ von 7 – 8 Jahren (abhängig vom Geschlecht) eingebaut. So findet z.B. mit 7 Jahren der Zahnwechsel statt, ungefähr 7 Jahre später finden wir uns in der Pupertät wieder, die Jahre von 21 – 28 Jahren sind bei der Frau evolutionsbedingt, die ihrer Blütezeit, ab 35 Jahre tauchen dann die ersten Fältchen auf usw. . Es scheint, als wäre zumindest auf der körperlichen Ebene das Leben bereits vorherbestimmt, es gibt quasi einen Fahrplan von der Geburt bis zum Tod.

Und doch können wir uns innerhalb dieses Plans entscheiden, dafür entscheiden in bestimmten Lebensbereichen die Verhaltensmuster zu verändern und schon ändert sich unser Leben, obwohl der evolutionsbedingte Fahrplan mehr oder weniger vorherbestimmt weiterläuft.

Als Kleinkinder haben wir durch das Erkennen von Mustern gelernt, die Welt zu verstehen. In erster Linie haben wir uns an den natürlichen Mustern orientiert, wie Hunger und Essen, Tag und Nacht, Wachen und Schlafen. Diese Einflüsse und die Verhaltensmuster unseren direkten Bezugspersonen haben unseren inneren Rhythmus geprägt. Diese Macht der Verhaltensmuster prägt bereits ab dem 10. Lebensjahr den größten Teil unseres Lebens. Wenn man bedenkt, dass da noch einige Jahrzehnte vor uns liegen, ein nicht gerade mit Freiheit gesegneter Gedanke.

Die Ereignisse unserer Kindheit gehen nicht vorüber, sondern wiederholen sich wie die Jahreszeiten.

Beschränken sich diese anerzogenen Verhaltensmuster jedoch auf das Zähneputzen, auf das Hände waschen vor dem Essen oder der Vorsichtsmaßnahmen die man ergreifen muss, will man die Straßenseite wechseln, dann ist es natürlich kein Grund zur Besorgnis. Es geht hier in erster Linie um Gewohnheiten, die mehr mit unseren Bezugspersonen zu tun haben, als mit uns selbst und die wir im Allgemeinen für störend, negativ oder selbstzerstörerisch empfinden. Wären diese Zusammenhänge unseren Erziehern bewusst gewesen, hätten sie es mit Sicherheit anders gemacht. Frei nach dem Motto „Gefahr erkannt – Gefahr gebannt“.

Mehr dazu auch im meinem Buch „Das Rumpelstilzchen-Prinzip“, dass Sie direkt bei mir bestellen können.

Gefahr erkannt – Gefahr gebannt!

Gewohnheiten und anerzogene Muster sind häufig stärker, als gute Vorsätze. Sehr deutlich merken viele Menschen das z.B. beim Abnehmen. Es liegt immer ein Grundmuster dahinter, dass das Abnehmen entweder komplett unmöglich macht, oder immer wieder der berühmte Jo-Jo Effekt eintritt. Erst wenn dieses Grundmuster erkannt ist und durchbrochen wird, klappt es mit der Idealfigur. „Gefahr erkannt – Gefahr gebannt“

Da man meisten selbst diesen Dingen gegenüber betriebsblind ist, hilft Gedankenschatz Ihnen gerne dabei, hinter den Vorhang zu schauen und gibt entsprechende Tipps für den Alltag, an welcher Stelle genau die Verhaltensänderung Sinn macht. Nur wenn man weiß, wo der Schalter ist, kann man ihn auch umlegen!

Erkennen Sie auch, dass jedes Muster nur durch Ihr eigenes entschlossenes Zutun zu ändern ist und dafür Kampfgeist und Disziplin nötig ist, erkennen Sie aber auch, dass es sich rentiert und aus Ihnen ein neuer Mensch wird.

Auch die Natur funktioniert nach der Macht der Muster, sie ist allerdings trotz ihrer vermeintlichen Komplexität, nach einem einfachen Strickmuster gestrickt und organisiert sich aus diesem Grund selbst. Nur der Mensch ist da oft anderer Meinung. Denken Sie einfach über die Tiere nach, die ihrem Instinkt folgen und sich entsprechend ihrer Natur verhalten. Werden wir daher einfach alle natürlich!

Das Potential steckt in DIR!

Viele Menschen merken momentan besonders stark, dass Veränderungen anstehen, bei sich selbst und in der Welt. Losgehen tut es allerdings immer bei einem selbst – legen Sie also los!

Brigitte Berchtold

Brigitte Berchtold

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