Download abgeschlossen?

Heutzutage gibt es Sätze, die Bezeichnungen und Wörter enthalten, deren Sinn jeder von uns wie selbstverständlich versteht und in der Lage ist, etwas Kompatibles,  Passendes zu antworten. Stell ich mir vor, wie meine Oma auf denselben Satz reagiert hätte, dann lächle ich still in mich hinein. Wäre es doch bestimmt so etwas gewesen wie: „Ja, ja – is scho recht und fünf Pfund Fleisch geben a guade Suppn!“ Das sagte sie nämlich meisten, hat sie etwas nicht verstehen können oder wollen.

Die Zeiten ändern sich, die Sprache auch, so wie der Kenntnisstand, die Technologie und das Bewusstsein der Menschen sich verändert. Es kann also sein, dass uns der Sinn der Worte aus früheren Schriften, die unser Sein noch heute beeinflussen, überhaupt nicht mehr bewusst wird. Lesen wir  irgendwo alte Texte oder Aussage, denken wir  uns eventuell, die früheren Menschen waren halt noch unterentwickelt und fabulierten so manches Zeug zusammen.

Vor langer, langer Zeit…

Neulich stieß ich auf so eine alte Geschichte. Am 14. April  1094 n.Chr. besuchte der Hl. Bernhard, wie jeden Morgen, die Kapelle seines Schlosses. Er und sein Gefolge beteten dort und versanken im Zwiegespräch mit Gott. Als der Gottesdienst zu Ende war, verspürte der Hl. Bernhard eine Art  inneren Drang,  noch in der Kapelle zu bleiben, während sein Gefolge schon nach draußen ging.

Tief in Gedanken versunken, erschien dem Hl. Bernhard daraufhin ein Engel. Dieser Engel erklärte ihm, dass so, wie es in der Offenbarung des  Johannes steht, jeder Mensch nach Gottes Willen und Gottes Wort seinen eigenen Lebensplan hat und diesen gehen muss, auch wenn sich das menschliche Denken vehement dagegen sträubt. Er selbst sei von Gott ausgewählt, teilte der Engel dem  Hl. Bernhard mit, einen Weg zu gehen,  der das Leben der  gesamten Menschheit in neue Bahnen lenken wird.

Der Engel wies den Hl. Bernhard an, nach Jerusalem ins Heilige Land zu reisen und dort den Inhalt eines Tempels ausgraben. Er solle den Inhalt mit einem Schiff nach Frankreich bringen und ihn dort an einem bestimmten Punkt an einem Berg  vergraben und an dieser Stelle eine Pyramide errichten. Sinn und Zweck sei es, das Wissen um die kosmischen Gesetze, die zum letzten Mal vor Tausenden von Jahren der Menschheit zum Zwecke ihrer Evolution zur Verfügungen gestellt wurden, ein weiteres Mal zur Verfügung zu stellen.

Die Stimme der Seele hören…

Die Geschichte geht selbstverständlich noch weiter, würde aber den Rahmen dieses Artikels sprengen. Für uns, die wir in der JETZT Zeit leben stellt sich die Frage, ob es nicht sinnvoll ist, sein eigenes Bewusstsein dahin gehend zu erweitern, dass es tatsächlich eine Möglichkeit sein könnte,  die Weisheit vom Himmel fallen zu lassen . Könnte die Geschichte vom Hl. Bernhard und dem Engel in der Kapelle ein Hinweis darauf sein, dass wir  in die Stille gehen müssen, in Gedanken versunken mit uns selbst, unserem wahren Wesen und uns die Weisheit erst dann zufällt?  Versinken wir mit unserer Aufmerksamkeit in uns selbst, haben wir die Möglichkeit uns selbst zu reflektieren und Fragen zu stellen. Was sagt meine Seele dazu? ist  in solchen Momenten ein hilfreicher Gedanke. Wo befindet sich meine Seele momentan? Ist Sie noch bei mir, fühle ich mich noch „beseelt“ und lebendig, oder funktioniere ich nur noch im Dienste eines destruktiven Systems? Alles Gedanken, die erlaubt sind.

Die Antworten kommen in diesen Momenten sicher. Ob Ihnen dabei ein Engel erscheint, wie dem Hl. Bernhard, oder ob Sie Ihre eigene innere Stimme hören, ist völlig egal. Entscheidend ist, dass Sie die Worte und deren Sinn verstehen, die übermittelt werden. In unserem heutigen Sprachgebrauch könnte man den Engel auch als Überbringer einer pdf Datei bezeichnen. Sie klicken auf Download, die Informationen rasen durch Glasfaserkabeln, Sie speichern die Datei auf Ihrer Festplatte. Erlauben Sie sich diesen Download, er ist kostenlos, aber nicht umsonst.

Es geht auch ohne Engel…

Meine Oma würde mal wieder kein Wort verstehen.  Obwohl Engeln auch nicht ihr Ding waren, bei ihr ging es immer mehr darum, was im echten Leben klappt und was nicht.  Unbrauchbares flog umgehend raus!

Heutzutage gibt es mehr „Unbrauchbares“ als je zuvor, leben wir doch im sogenannten Informationszeitalter. Nicht jede Information ist uns zuträglich oder dienlich, das meiste davon kann weg! Je mehr ein Mensch bei sich selbst angekommen ist, je weniger Überlagerungen von Informationen und Frequenzen aller Art und Güte er bei sich trägt, umso mehr Klarheit kann sich bei ihm entwickeln.

Verspüren Sie auch einen  inneren Drang?  Der Download Ihrer Seele steht zur Verfügung – laden Sie Ihn herunter – warten Sie auf den Hinweis:

 Download abgeschlossen!

Es gibt für den Menschen keine geräuschlosere und ungestörtere Zufluchtsstätte als seine eigene Seele.

Halte recht oft solche stille Einkehr und erneuere so dich selbst.

Marcus Aurelius Antoninus 

Brigitte Berchtold

Brigitte Berchtold

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