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Mut zur Selbstermächtigung

Das ganze Leben besteht aus einer einzigen Warterei. Mit dem Warten auf das Christkindl ist ganz schnell jedes Kind vertraut und so geht es schwungvoll in unserem Leben los und dann munter weiter damit.

Warten auf eine grüne Ampel,  warten bis der Stau sich auflöst, warten an der Käsetheke des Supermarktes, warten bis alle fertig sind, warten bis der Besuch kommt, warten auf das Wochenende, warten an der Ticketausgabe, warten auf das Essen, warten bis man drankommt, warten auf den Urlaub, warten auf einen Anruf, warten bis der Computer hochgefahren ist, warten bis die Kinder endlich müde sind und ins Bett gebracht werden können, warten, warten, das Leben scheint voll mit diesem Zustand zu sein.

Im Umkehrschluss suggeriert uns dieser „Warte-Zustand“, wir wollen etwas, was in der  Zukunft liegt, was dazu führt das Hier-und-Jetzt zu verlieren, den einzigen Moment, den es in unserem Bewusstsein zu geben scheint.  Außerdem verliert die Gegenwart dadurch ihren Reiz, wir bemerken sie oft gar nicht mehr, denn der „Idealstand“, wie man sich so richtig wohlfühlen wird, wenn dies oder jenes eintrifft, erledigt ist, oder hinter einem liegt, wird in die Zukunft projiziert.

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Erkennen – annehmen der IST-Situation

Realität verschwindet nicht einfach mal so, nur weil man sie nicht mehr beachtet. Im Umkehrschluss heißt das,  jeder Mensch muss sich ohne wenn und aber seiner derzeitigen Lebenslage bewusst werden. Die Gegebenheit annehmen die derzeit vorherrschen, bedeutet nicht, dass sie sich nicht verändern lassen, nur vorher muss man hinschauen, damit sich dann etwas auflösen kann.

„Gefahr erkannt – Gefahr gebannt“, ganz so wie in dem Märchen vom Rumpelstilzchen, das sich auch erst auflösen kann (es reißt sich in der Mitte entzwei), nachdem es beim Namen genannt wurde.

Sie erinnern sich vielleicht:

„Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß!“

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